Home News Rezensionen Writing Tags/Challenges Impressum/Datenschutzerklärung

12 September 2020

[Rezension] Too Late von Colleen Hoover






Preis: € 10,90 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 480
Altersempfehlung: /
Meine Wertung: 3,5 Sterne
Reihe: /
Kaufen?: Über die Website vom dtv Verlag

 Wäre Sloan nicht von Asa abhängig, der ihren Bruder finanziell unterstützt, wäre sie auf und davon. Für sie ist diese Beziehung die Hölle, für Asa ist Sloan jedoch die Liebe seines Lebens und er ist der Überzeugung, dass es sich umgekehrt genauso verhält. Doch dann taucht der Undercover-Cop Carter auf und beiden verlieben sich Hals über Kopf in einander. Doch das ist Hochverrat für den Drogenboss Asa. 

Meinung

Das Cover ist anders als die Gestaltung vieler anderer Bücher von Colleen Hoover. Und das erkennt man auch im Inhalt wieder. Generell ist es viel düsterer und gewalttätiger, als ich es von dieser Autorin kenne. Ich habe zwar schon mit „Verity“ eine Art Thriller von ihr gelesen, aber hiermit erreicht es ganz andere Ausmaße.

Die Kapitel werden aus der Sicht von Asa, Carter und Sloan geschrieben. Die Charaktere sind klar von einander zu unterscheiden. Sloan zeigt sich zwar besonders am Anfang von ihrer starken und widerspenstigen Seite, ist gegen Ende jedoch auch oft naiv. Grundsätzlich mochte ich sie also echt gerne, aber manche Handlungen konnte ich bei ihr einfach nicht nachvollziehen. Sie dienten größtenteils dazu um Drama entstehen zu lassen. 

Carter ist ein unglaublich lieber und fürsorglicher Mann, über den ich gerne noch mehr gelesen hätte. Er und Sloan ergänzen sich perfekt. 

Bei dem Drogenboss Asa Jackson habe ich öfters Agressionen verspürt. Einige Handlungen sind unglaublich widersprüchlich. Durch das Lesen kam ich seiner Psychologie näher und seine Gedanken gegenüber Sloan sind so besessen, dass ich ihm klar empfehlen würde, sich in eine Psychiatrie einweisen zu lassen. Er hat es geschafft auf Platz eins der Charaktere zu gelangen, die ich überhaupt nicht ausstehen kann. 

Der Schreibstil von Colleen Hoover war wieder einzigartig, so, wie man es von ihr kennt. Ich habe sehr viele Zitate gefunden, die ich mir am Liebsten einrahmen lassen würde. Dadurch entstanden auch die unterschiedlichsten Gefühle, die durch die Taten der Charaktere nur noch weiter unterstützt wurden. Asa hat mich zur Weißglut getrieben, Sloan habe ich bewundert und die Liebesgeschichte zwischen Sloan und Carter war zuckersüß. Dieses Buch hebt sich durch die außergewöhnlich gewalttätigen Szenen von anderen Büchern der Autorin stark ab. Vor Vergewaltigung, Drogenkonsum und Beraubung der Freiheit wird nicht gescheut. Genau deshalb finde ich es so wichtig, dass eine Trigger-Warnung am Anfang der Geschichte gestanden hätte. Müsste ich ein Wort für den Roman wählen, dann wäre es „Dramatisch“. Hier wird Spannung erzeugt und ich musste öfters staunen, was für Situationen hier eröffnet werden. Das Ende war mir ein bisschen zu viel des Guten. Es erschien mir etwas zu unrealistisch und ich konnte mich damit nicht wirklich anfreunden. Zudem gab es einige Längen, sodass ich der Meinung bin, dass der Roman an der ein oder anderen Stelle gekürzt hätte werden können.

Fazit

Außergewöhnlich, brutal und emotional – Colleen Hoover hat mich mit diesem Buch sehr überrascht. Auch wenn ich viele Zitate in dem Roman geliebt habe und mir manche Charaktere ans Herz gewachsen sind, so konnte ich mich mit der gewalttätigen und brutalen Ader nicht anfreunden. Sloan zeigt ihren ganzen Mut, Asa hingegen konnte ich überhaupt nicht ausstehen. Von mir gibt es 3,5 Sterne. 


Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Hallo liebe Emily,
    überraschenderweise hast du mich jetzt gerade in Bezug auf Asa sehr neugierig gemacht :o)
    Ich habe von C. Hoover bereits ein paar Bücher gelesen. Was mir an diesen Geschichten besonders gefallen hast, ist, dsas die Autorin einen immer wieder zu überraschen weiß und die Geschichten auch oft schwere Themen behandeln. Kritisch sehe ich den Punkt, dass es in dem Buch einige unrealistische Szenen gab.

    Du hast mich auf jeden fall neugierig gemacht :o)
    Ich danke dir für diese interessante Buchvorstellung.

    Liebe Grüße
    Tanja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Tanja,

      ich bin echt überrascht, dass ich dich trotzdem neugierig machen konnte, obwohl ich klare Aggressionen bei Asa verspürt habe. Aber das freut mich natürlich auch sehr :). Diese Überraschungen liebe ich bei Colleen Hoover meistens auch. "Maybe Someday" habe ich besonders wegen ihrem Umgang mit kritischen Themen geliebt.
      Vielen Dank und liebe Grüße
      Emily

      Löschen

Mit dem Absenden eures Kommentars erklärt ihr euch einverstanden, das eure Daten eventuell unabsichtlich abgespeichert und weiterverarbeitet werden.
Direktlinks die zu unbekannten Seiten und ohne eine erkennbare URL-Adresse führen werden aus Sicherheitsgründen umgehend gelöscht. In diesem Fall betrifft es den ganzen Kommentar.