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16 März 2018

[Rezension] Qualityland






Preis: € 18,00 [D]
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 384
Altersempfehlung: ab 14
Meine Wertung: 4 Sterne
Reihe: Einzelband
Verlag: Ullstein



Qualityland ist ein Ort, an dem alles rund läuft. Denn es ist die Zukunft. QualityPartner weiß, wer am besten zu dir passt, TheShop liefert dir dein gewünschtes Produkt, von dem du noch nicht einmal wusstest, dass du es brauchst und keiner braucht mehr Entscheidungen zu treffen. Doch Peter Arbeitsloser hat das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt, denn Maschinen werden immer menschlicher und Menschen immer maschineller...




Meinung


Ich muss zugeben, dass ich nicht sofort wusste, dass es sich hier um eine Geschichte voller Humor handelt, die in der Zukunft spielt. Denn genau so kann man es beschreiben. Und ich denke, dass diese Art von Humor jeden auch nur ansatzweise zum Lachen bringen kann.

Man kann recht viel zum Inhalt sagen, aber ich versuche nicht alles vorwegzunehmen. Qualityland ist ein eigenes Land, welches in der Zukunft spielt und man könnte sagen, dass die Erschaffer ziemlich eitel waren. Man sollte im Zusammenhang mit Qualityland immer das Superlativ benutzen. Und auch die Nachnamen wurden geändert. Der Junge bekommt immer als Nachnamen den Beruf des Vaters und anders herum. So hatte der Vater von Peter Arbeitsloser beispielsweise keinen Beruf.


Auch gibt es selbstfahrende Autos und Maschinen können sprechen - es scheint sogar, als würden sie eigene Gefühle entwickeln. Der Betrieb TheShop sendet einem das Produkt zu, welches man sich gerade wünscht. Eine etwas unglaubwürdige Welt, aber wenn man das Buch länger liest, lernt man die Welt auch unglaublich gut kennen. 

Das Buch ist sehr gut aufgebaut und ich liebe diese Aufmachung einfach. Der Klappentext ist auf der ersten Seite des Buches versteckt und auf den ersten drei Seiten ist noch eine kurze Einführung aufgelistet. Diese ist meiner Meinung nach auch notwendig, denn sonst versteht man das ganze Konstrukt nicht so schnell. Meistens wird aus der Sicht von Peter Arbeitsloser erzählt, aber es gibt auch ein paar Figuren, die ein paar kleinere Gastrollen spielen. Einer davon ist Martyn, welcher der Sohn eines angesehenes Politikers ist und von Beruf auch einer ist. Er ist zuerst ein etwas verwirrender Charakter, aber dennoch muss man einfach über ihn lachen. Bereits auf den ersten paar Seiten von seiner Sicht kann man erkennen, dass er nicht ganz normal ist.

Auch gibt es zwischen diesen Sichten schwarze Seiten, auf denen mit weißer Schrift ein bisschen über dieses Land erzählt wird, es gibt Chats, aber auch Artikel. Zwischen all diesen kleineren Hinweisen versteckt sich irgendeinen Zusammenhang und es gab viele Momente, wo mir ein Licht aufgegangen ist, weil wieder ein Zusammenhang aufgeklärt wurde. 

Der Autor hält alles größtenteils recht einfach und man kann leicht seinen Erklärungen folgen. So gibt es auch einzelne Rückblicken auf die Vergangenheit wie dem Nationalsozialismus. Wie die Leute mit dieser Zeit umgehen ist eigentlich schon erschreckend, allerdings wurde es so grandios umgesetzt, dass es schon wieder zum Lachen war.

Den Schreibstil mochte ich total gerne und er war sehr flüssig, aber auch sehr außergewöhnlich. Die Handlungen waren nur so von Humor geprägt, was sie aber auch absurd machte. Aber genau das mochte ich so gerne an diesem Buch. 
Anfangs hat mir der rote Fanden etwas gefehlt, weil man nur so durch die Welt geschwebt ist, aber es gab kein konkretes Ziel, auf welches der Autor zugesteuert hat. Dann begann aber eine Art Reise für Peter Arbeitsloser und ich mochte  die Wendung nicht sofort, weil es für mich schon etwas zu absurd war. Es passte meiner Meinung nach nicht ganz in diese Welt und auch nicht zum Charakter von Peter Arbeitsloser. Dies führte auch dazu, dass ich nicht ganz vollends zufrieden mit dem Ende war, welches aber auch noch andere Gründe hatte, welche ich nicht näher erläutern werde, weil es sonst ein gewaltiger Spoiler werden würde. 

Fazit: 


 Es ist mal ein außergewöhnliches Humorbuch, welches aber auch Geschmackssache ist. Nicht jeder wird es so gerne mögen wie ich, allerdings mochte ich das Zusammenspiel mit diesem Schreibstil und der detaillierten Welt sehr gerne. Das Ende war nicht ganz so mein Geschmack, aber ansonsten kann ich dieses Buch nur empfehlen!

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